Die Alfa Romeo 1750 Berlina ist eine Limousine des Automobilherstellers Alfa Romeo, die Anfang 1968 auf den Markt kam und auf der kleineren Alfa Romeo Giulia basiert.

Nachdem im Herbst 1969 die Produktion der Alfa Romeo 2600 Berlina beendet worden war, war die 1750 Berlina die größte Limousine von Alfa Romeo. Im Frühjahr 1972 erschien mit der Alfa Romeo Alfetta ein etwa gleich großer Wagen, beide wurden vier Jahre lang parallel angeboten.

Ihre Karosserie war von Bertone entworfen worden. Die Ähnlichkeit zur erfolgreichen Giulia war unverkennbar und sicherlich auch gewollt. Durch den um 60 mm verlängerten Radstand und die längeren Überhänge wurde das Fahrzeug geräumiger. Die etwas glattere Form und auch die Gestaltung des Armaturenbretts folgten dem Zeitgeschmack.

Den Motor mit 1779 cm³ Hubraum bot Alfa Romeo als Ergänzung zu den beiden Vierzylinder-Motoren mit 1,3 und 1,6 l Hubraum schon ab 1967 in anderen Modellen an. Die Bezeichnung „1750“ nach dem unüblich gerundeten Hubraum sollte an den berühmten Vorkriegs-Sechszylinder 6C 1750 erinnern. Die maximale Motorleistung betrug in der Grundversion 83 kW (113 DIN-PS) bei 5500/min. In späteren Modellen wie etwa in der Alfetta wurde der gleiche Motor als „1,8-Liter“ bezeichnet.

In folgenden Fahrzeugen wurde der Motor unter der Bezeichnung „1750“ angeboten:

im zweitürigen offenen Alfa Romeo 1750 Spider, wobei das Fahrzeug ansonsten unverändert blieb.
im zweitürigen Coupé Alfa Romeo 1750 GT Veloce, bei dem sich die Kühlerpartie und die Anordnung der Scheinwerfer vom Vorgänger, der Giulia Sprint GT, unterschieden.
Ab Sommer 1971 wurde die 1750 Berlina in allen drei Modellen durch die 2000 Berlina ersetzt. Die Hubräume änderten sich entsprechend. Der Motor leistete in der Grundversion 97 kW (132 PS). Für den US-Markt erhielt die 2,0-l-Maschine anstelle der Doppelvergaser eine Spica-Einspritzung.

Der 1750 lässt sich in zwei Serien unterscheiden:

Bei Fahrzeugen der ersten Serie von Anfang 1968 bis Frühjahr 1970 sitzt die Blink-Standlichtkombination auf den vorderen Stoßstangen auf, zudem haben die äußeren Hauptscheinwerfer einen etwas größeren Durchmesser als die Inneren. Bei der zweiten Serie (ab Frühjahr 1970) ist die Blink-Standlichtkombination unterhalb des äußeren Hauptscheinwerfers angebracht. Ein weiteres wichtiges Merkmal sind nun hängende, statt stehende Pedale und eine geänderte Bremsanlage.

Erst die 2000 Berlina hatte vier gleich große Scheinwerfer, ein breiteres Scudetto und komplett geänderte Armaturen.

Die 2000 Berlina wurde noch bis Frühjahr 1977 gebaut. Die Stückzahl von 1750 und 2000 beliefen sich auf 191.723 Exemplare.

© 2017 gebrauchtwagen-information.de. All Rights Reserved.

Free Joomla! template by L.THEME