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Smart

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

smart ist eine Automobilmarke der Daimler AG. Im Jahre 2007 wurden in Deutschland 103.100 Autos der Marke Smart verkauft, darunter 94.800 Wagen des Modells Fortwo.
Die Idee eines Fahrzeugs unterhalb der VW-Polo-Klasse (1974: baugleich mit Audi 50) hat die Automobilindustrie der 80er-Jahre permanent beschäftigt. Zum Jubiläum "100 Jahre Automobil" gab es ein Sonderheft der "Auto, Motor und Sport", in der ein Plexiglasauto auf der Titelseite abgebildet war sowie die Projektion eines Mercedes-Stadtwagens (1982: NAFA) mit Vorderradantrieb und Quermotor (von Daihatsu); diesen Entwurf kann man als Vorbote des Smart bezeichnen. Nicht die Industrie allein, auch zahlreiche deutsche Hochschulen und Universitäten haben sich mit der Idee eines Kleinstwagens beschäftigt. Dafür zwei Beispiele:
  1. das Projekt BCC (1984–89) an der Hochschule für Gestaltung Pforzheim; einige Studenten unter der Leitung von Prof. J. Tomforde (dem späteren Smart Projektleiter) haben die wichtigsten konzeptionellen Eigenschaften in das Projekt eingearbeitet.
  2. das Projekt Mocar (1986–88) an der Hochschule der Bildenden Künste Kassel, (Universität Kassel) wo der Automobildesigner Mouftoglou Dimitris (vormals Student in Pforzheim) unter der Leitung von Prof. Horst Sommerlatte (Recaro, Airbus) eine Konzeption vorgelegt hat, die mit den späteren Smart zahlreiche Gemeinsamkeiten aufweist (u. a. in Form, Format, Fahrzeugphilosophie). Die Arbeitsergebnisse wurden der Industrie vorgelegt (6/1989: 9 Jahre vor der Smart-Einführung) und mit großem Interesse aufgenommen.
Die konsequente Vermarktung der Idee stammt jedoch von Nicolas G. Hayek, dem Gründer der Swatch-Gruppe. Seine Vision von einem Swatch-Auto, das klein und vor allem günstig sein sollte, führte ihn zu VW. Unter anderem sah das Konzept eine (ähnlich den Swatch-Uhren) auswechselbare Karosserie sowie eine Zusammenarbeit mit der Bahn vor, in Form einer Mitführbarkeit des Wagens für weite Reisen. Als VW aus dem Projekt ausstieg, sprang Mercedes Benz ein. Das Unternehmen Smart wurde 1994 als Micro Compact Car AG in Biel als gemeinsame Tochtergesellschaft von Daimler-Benz und der SMH SA (Sociéte Suisse de Microélectronique et d´Horlogerie) von Hayek gegründet. Im Zuge der Entwicklung des Smart Fortwo (damals noch „City Coupé“ genannt) stieg Hayek aus dem Projekt aus, weil er sich an den steigenden Entwicklungskosten nicht mehr beteiligen wollte und weil sich Daimler-Benz weigerte, Techniken (etwa Elektromotoren direkt an den Rädern) für ein spritsparendes Auto einzubauen, die ja eigentlich den Sinn dieses Autos ausmachten. Daraufhin verkaufte Hayek seine Anteile am 1. November 1998 an Daimler-Benz. Im September 2002 firmierte sich die Micro Compact Car Smart GmbH in Smart GmbH um. 2003 verkaufte die Marke Smart 124.700 Fahrzeuge.

Die Verwaltungszentrale von Smart liegt in Böblingen. Produziert wird im französischen Hambach, nahe der saarländischen Grenze, und zeitweise in Born in den Niederlanden. Die Produktionsstätte in Hambach wird auch Smartville genannt. Dort werden der Fortwo und dessen Cabrio-Variante produziert auch der Roadster wurde hier hergestellt, in Born wurde der Forfour produziert. Im Laufe des Jahres 2006 wurde die Produktion auf das neue Modell umgestellt. Die Mitarbeiter wurden zum 1. Oktober 2006 in die DaimlerChrysler-Organisation integriert. Die Smart GmbH wurde zum 31. Dezember 2006 aufgelöst.

Vor der Umstellung der Vertriebsstruktur gab es im März 2005 noch 106 eigenständige so genannte „Smart Center“, gut am typischen gläsernen Smart-Turm zu erkennen, in Deutschland. Mit dem Jahreswechsel 2005/2006 wurden die meisten Center geschlossen. Verkauf und Service werden nun vor allem von bestehenden Daimler-Niederlassungen in einem Shop-In-Shop-Konzept umgesetzt. Daneben gibt es zahlreiche autorisierte Autohäuser, die nun den Smart verkaufen und pflegen. Bis heute ist die wirtschaftliche Lage angespannt. Aus diesem Grund wurde das Vertriebskonzept umgestellt, die Produktpalette reduziert und Neuentwicklungen gestoppt. Roadster und Forfour werden nicht mehr produziert.

Das Unternehmen wird sich zukünftig auf den Fortwo konzentrieren. Das neue Modell wird als Coupé und Cabrio seit dem Frühjahr 2007 produziert und zum Verkauf angeboten, seine Entwicklung ist bereits 2006 abgeschlossen worden. Die Brabus-Variante ist seit Herbst des Jahres 2007 erhältlich. Der neue Smart wurde im Hinblick auf seine geplante Markteinführung in Nordamerika insgesamt um knapp 20 Zentimeter verlängert, um den dortigen Crash-Normen zu entsprechen (größere „Crashboxen“ vorne und hinten). Nach einer erfolgreichen Marketingkampagne und Registrierungsphase für Kaufinteressenten im Jahre 2007 wird der Smart ForTwo nun seit Februar 2008 an Kunden in den USA ausgeliefert.

In London werden in einem Großversuch 100 Smart ForTwo mit Elektroantrieb getestet, diese basieren allerdings noch auf dem vorherigen Modell. Mercedes-Umweltchef Kohler kündigte am 11. Juni 2008 an, dass es noch in der jetzigen Modellgeneration einen "E-Smart" mit Lithium-Ionen-Akkus geben soll.

Seit Oktober 2007 wird der Smart fortwo micro hybrid drive produziert, in dem ein riemengetriebener Starter-Generator (rSG) bei Start-Stopp-Situationen den Motor automatisch abstellt und bei Betätigung des Gaspedals neu startet. Der Normverbrauch verringert sich dabei um ca. 0,4 Liter pro 100 Kilometer. Die Namensgebung stieß auf Kritik, weil der Begriff einen Hybrid-Antrieb suggeriere. Der Begriff "micro hybrid" ist allerdings eine im Fahrzeugbau etablierte Bezeichnung für die verwendete Technik.

Der Markenname smart wird als Zusammensetzung aus swatch, mercedes und art erklärt. Alle Produktnamen werden analog zum Markennamen klein geschrieben. Im Englischen bedeutet „smart“' soviel wie „klug“, „gerissen“, „modisch“, „schick“ oder „pfiffig“.

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Smart aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. Auf dieser Seite sind auch Versionen und Autorenangaben verzeichnet.

 

 

 
     

 

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